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Der informierte Verbraucher?: Das verbraucherpolitische by Patrick Schwan

By Patrick Schwan

Ständige Lebensmittelskandale haben die deutsche Verbraucherpolitik aus ihrem Tiefschlaf gerissen und zur Formung eines neuen Leitbildes geführt. Nachhaltiger Konsum und ein gesteigertes Verantwortungsbewusstsein waren die Schlagworte der neuen Verbraucherpolitik, die sich zum Leitbild des informierten Verbrauchers verdichten. In politischen Handlungs- und Entscheidungsprozessen haben sich die auf Sicherheit, Gesundheitsverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit gerichteten Verbraucherinteressen als vergleichsweise durchsetzungsschwach erwiesen. Sie stehen damit repräsentativ für das politische Schicksal aller Gemeinwohlinteressen, deren Durchsetzungschance paradoxerweise mit dem Grad ihrer Allgemeinheit schwindet. Vor diesem Hintergrund wird in dieser breit angelegten Studie das Leitbild des informierten Verbrauchers, das sich sowohl als Maßstab wie auch als Richtlinie der deutschen Verbraucherpolitik darstellt, am Beispiel des Lebensmittelsektors auf den Prüfstand gestellt.

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2. 67 Dieser Weg der gesellschaftlichen Konfliktregulierung bewegt sich zwischen den Modellen der unilateralen staatlichen Verordnungsmacht bzw. des zentralisierten Autoritarismus und der liberalistisch-apolitischen Vermittler- oder Mediatorenrolle des Staates. 71 Diese finden nicht zwangsläufig auf internationaler, sondern auf allen Ebenen Anwendung, also auch auf regionaler oder nationalstaatlicher. Die gesellschaftlichen Akteure werden durch ein Netzwerk in das Entscheidungsverfahren einbezogen, um so möglichst problem- bzw.

1. 59 Neokorporatismus bezeichnet ein Dreiecksverhältnis von Staat und zwei im diametralen Konflikt zueinander stehenden gesellschaftlichen Interessengruppen; dabei handelt der Staat nicht unilateral eine politische Lösung aus, sondern übernimmt die Vermittlerrolle. “60 In Deutschland fand das korporative Modell insbesondere in den 70er Jahren Anwendung, als der Staat zusammen mit den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden die negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu lösen suchte. Hintergrund für die Inkorporation der Interessengruppen in die Politik war das zunehmende Scheitern zahlreicher staatlicher Reformvorhaben ab den späten 60er Jahren angesichts innerer politischer Konflikte und wirtschaftlicher Miseren.

Organisationsfähigkeit In Abgrenzung zu den klassischen Pluralismustheoretikern hat Mancur Olson erkannt, dass nicht alle Interessen in einer Gesellschaft organisierbar sind und sich infolgedessen auch kein Machtgleichgewicht durch eine Gegengruppenbildung entwickeln kann. Vielmehr lassen sich aufgrund der Diskrepanz von individueller und kollektiver Rationalität nur spezifische Gruppeninteressen organisieren. “86 82 Nach § 24 der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Bundesministerien II (GGO II) können „die Verbände unterrichtet und um Überlassung von Unterlagen gebeten werden sowie Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten“.

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