Xue Er De -Fen Library

German 14

Bildung und anderes Wissen: Zur „neuen“ Thematisierung von by Nese Sevsay-Tegethoff (auth.)

By Nese Sevsay-Tegethoff (auth.)

Bildung und speziell höhere Bildung beinhaltet in modernen Gesellschaften die Vermittlung und den Erwerb wissenschaftlich fundierten Wissens. Die technisch-gewerbliche berufliche Bildung erscheint demgegenüber als Domäne praktischen Wissens und Könnens. Doch diese Gegenüberstellung trügt: Auch in der beruflichen Bildung hat spätestens mit den Reformen Ende der 60er Jahre eine fortschreitende Verwissenschaftlichung stattgefunden. Nese Sevsay-Tegethoff befasst sich mit der (Wieder-)Entdeckung des Erfahrungswissens in der beruflichen Bildung. Sie stellt dar, in welcher Weise sich seit Ende der 80er Jahre eine (Wieder)Entdeckung des Erfahrunsgwissens abzeichnet und zugleich neue Grenzziehungen und Grenzüberschreitungen auftreten. Der Bezugsrahmen zur examine des Erfahrungswissens macht deutlich, dass es hier nicht nur darauf ankommt "anderes" anzuerkennen, sondern dass die eigentliche Herausforderung darin liegt, dass Andere "anders" als bisher wahrzunehmen.

Show description

Read or Download Bildung und anderes Wissen: Zur „neuen“ Thematisierung von Erfahrungswissen in der beruflichen Bildung PDF

Similar german_14 books

Ausbildungswesen

Intestine, daß Sie das lesen! Sie wissen selbst am besten, was once die Qualität eines Ausbilders für den Lernenden und die Ausbildung bedeutet. Haben Sie nicht in der Schule zwischen guten und weniger guten Lehrern unterscheiden gelernt? Hier ist es nicht anders! Für die Arbeit im Ausbildungswesen benötigen Sie nicht nur Ihr Fachwissen, sondern auch berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse und Fähigkeiten.

Pädagogische Institutionen: Pädagogisches Handeln im Spannungsfeld von Individualisierung und Organisation

Wie wird in pädagogischen Institutionen pädagogisches Handeln organisiert? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt der Einführung, die einen Einblick in die Vielfalt der Institutionen gibt, deren Ziel „Erziehung“ und „Bildung“ ist. Die Differenz pädagogischer Institutionen zu anderen wird dadurch bestimmt, dass die unterschiedlichen Aufgaben, die in diesen Institutionen erfüllt werden, beschrieben werden: Eltern und Familien agieren anders als Schule, Schulaufsicht und Erziehungswissenschaft.

Vereinbarkeit von Pflege und Erwerbstätigkeit: Vermittlungshandeln in einem komplexen Spannungsfeld

Maren Preuß untersucht, auf welche Weise Frauen ihr tägliches Leben arrangieren, um die Pflege eines älteren Familienmitglieds und die eigene Erwerbstätigkeit miteinander in Einklang zu bringen. Hierzu bildet sie zunächst einen heuristisch-analytischen Theorierahmen, indem sie Konzepte aus dem Ansatz Alltäglicher Lebensführung der gleichnamigen Projektgruppe und aus Hartmut Essers body- und Skriptselektionstheorie zusammenführt.

Additional info for Bildung und anderes Wissen: Zur „neuen“ Thematisierung von Erfahrungswissen in der beruflichen Bildung

Example text

Zum hier verwendeten Konzept genauer: Kap. II 4 dieser Arbeit). Unter den Philosophen gehören dazu Merleau-Ponty (1966) und Hermann Schmitz (1978; 1995) Alle drei Autoren heben das Subjektive am Erkenntnisprozess in ihren Arbeiten als fundamentale Erfahrungsquelle hervor und sehen den leiblichen Standpunkt des Subjekts als unhintergehbares Faktum unserer Reflexion auf die Welt. 13 Das in dieser Arbeit zugrunde gelegte, im weiteren Verlauf darzustellende Verständnis von Erfahrungswissen (vgl. II 4) verdankt einer solchen phänomenologischen Sichtweise auf das Verhältnis des Menschen zur Welt viel.

Deweys Aufbrechen dieser Verengung erlaubt neue Umgangsweisen und Differenzierungsformen des Erfahrungswissens und bietet philosophische Ansätze für die Akzeptanz auch seiner nicht-objektivierbaren Anteile. Im folgenden Abschnitt wird verfolgt, wie diese Ansätze im 20. Jahrhundert weiterentwickelt wurden. So kann ein Begriff von Erfahrungswissen gewonnen werden, der für die hier gestellte Forschungsfrage fruchtbar ist: Wie weit reicht die Akzeptanz von Erfahrungswissen heute? 2 Neuere Auseinandersetzungen mit dem Verhältnis von Erfahrung, Wissen und Handeln Im Folgenden richtet sich das Interesse auf Arbeiten aus der neueren Forschung, die sich überwiegend mit der Verbindung von Wissen und praktischem Handeln befassen.

1999, S. 31) bezieht sich die Reflexion „auf die kognitive Aktivität, bei der Menschen bewusst über ihre eigene Erfahrung nachdenken. Dabei sind vier Elemente von Bedeutung: Bewusstsein, ein konkretes/ kontextuelles Problem, relevante Erfahrung und Handlung“ (Büssing et al. 1999, S. 31). Der von Büssing et al. beschriebene Zusammenhang trifft das Verständnis, das dem Arbeitsprozesswissen im Hinblick auf Lernprozesse zugrunde liegt. Das Subjekt hält in diesem Konzept Distanz zu seinen Überlegungen und seinem Handlungsprozess.

Download PDF sample

Rated 4.17 of 5 – based on 17 votes