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Aufstand der Fischer von St. Barbara - Bibliothek Suhrkamp by Anna Seghers

By Anna Seghers

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Kedenneks Frau nahm langsam den Korb auf. Ihr Bauch zog, ihr Gesicht war nachdenklich. Am Marktplatz, neben der Transportgesellschaft, stand das kleine, frischgetünchte Gasthaus. Hinter dem blanken Schiebefenster, in der niedrigen, nach Sand und Schmierseife riechenden Gaststube, saßen ein gutes Dutzend Männer um den Tisch. Die Gesellschaft pflegte alljährlich einen Angestellten zum Abschluß mit den Kapitänen herüberzuschicken. Diesmal war es einer von den jungen Bredels selbst, dem es Spaß machte, mit den Leuten umzugehen.

Auch in den Ritzen des Kreuzes saß der Reif. Andreas sah nochmal heraus, dann sahen auch die Kinder, die mit kleinen Eisenteilchen spielten, heraus und sahen genau dasselbe. Das Zimmer war voll Rauch und alle hatten rote Augen. Nach einer Weile ging Andreas mal vor die Tür, die Kälte war schon feuchter geworden, der Reif auf dem Wege verschwunden. Andreas hatte Lust mit jemand zu sprechen. Aber oben krümmte sich der Weg um die Höhe, und unten um Nehrs Mauer, das Stückchen war leer, nur der eingefangene Wind surrte.

Er brauchte nur die Hände an den Mund zu legen, alle zusammenbrüllen. Aber Andreas brüllte nicht. Er preßte die Lippen zusammen, weil alle schliefen. Drüben in der Wand schlief Kedennek, hinter seinem Rücken zusammengerollt die Frau. Jede Sekunde wurde die Luft um fünf Atemzüge dicker. Andreas dachte wieder an die Bohnen, ekelte sich davor, hatte aber Hunger. So ein Hunger. Bald setzte er sich da, bald dort in einem fest. Steckte bald im Kopf und saugte einem hüpfende lustige Hungergedanken heraus, bald im Herzen und machte es brennen und klopfen, bald in die Hände und machte sie weich wie Butter, und bald fuhr er einem zwischen die Beine in den Schoß.

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